Zwischen Katzenpfoten und Laptop

Ich möchte zu Beginn des Jahres mit einem Blog aus meinem Alltag beginnen und ich bin mir sicher, ihr kennt es auch. Homeoffice mit unseren Fellnasen.

Ich sitze am Schreibtisch, liebevoll meinen Kaffee gerichtet, der Laptop ist aufgeklappt und für einen kurzen Moment glaube ich tatsächlich, ich könnte jetzt einfach ganz normal beginnen zu arbeiten. Wer mit Katzen lebt, weiß allerdings, dieser Gedanke ist kurzlebig.

Noch bevor ich richtig angefangen habe, liegt Sammy auf meinem Schreibtisch. Nicht irgendwo, sondern genau dort, wo mein Blick hinmüsste. Bildschirm? Nebensache. Viel wichtiger ist offenbar, dass er jetzt genau hier liegt. Sammy schaut mich an, blinzelt langsam und ich weiß, dieser Platz ist nicht verhandelbar.

Ich versuche trotzdem weiter zu tippen, etwas schief, etwas umständlich, während kurz darauf Lille, meine zweite Fellnase beschließt, dass mein Schoß der gemütlichste Ort im ganzen Raum ist. Sie dreht sich ein paar Mal, lässt sich fallen und beginnt zu schnurren. In diesem Moment ist mir klar. Ich werde mich eine ganze Weile nicht bewegen. Nicht, weil ich nicht könnte, sondern weil man das einfach nicht tut.

Meine Unterlagen bleiben natürlich auch nicht verschont. Das Papier, das ich gerade brauche, wird zum Lieblingsplatz erklärt. Die Tastatur ist offensichtlich ein Wärmekissen. Und das Kabel? Ein hochinteressantes Objekt, das genau dann bespielt werden muss, wenn ich mich eigentlich konzentrieren sollte.

Manchmal frage ich mich, ob meine Mitzis das absichtlich machen. Ob sie genau spüren, wann ich gedanklich abtauche und dann beschließen, dass jetzt Nähe wichtiger ist als jede To-do-Liste. Wahrscheinlich stimmt das sogar. Homeoffice heißt für sie schließlich, ich bin da und sofort verfügbar.

Trotz allem oder vielleicht gerade deswegen, könnte ich mir meinen Arbeitsalltag ohne sie kaum vorstellen. Zwischen E-Mails, Telefonaten und Aufgaben erledigen holen sie mich immer wieder zurück in den Moment. Sie zwingen mich ganz liebevoll zu Pausen und zu einem Lächeln und genau so fühlt sich mein Arbeitsalltag an, zwischen Katzenpfoten und Laptop, begleitet von leisem Schnurren und liebevollen Katzenaugen.

Eure Katzennanny Maria