Suchen sich Katzen ihre Menschen aus?

Diese Frage habe ich schon sehr oft gehört. Und jedes Mal muss ich lächeln.
Nicht, weil sie unbeantwortbar wäre, sondern weil die Antwort selten in Worten liegt. Sie zeigt sich leise. In kleinen Momenten.

Manchmal sitzt man einfach da, ganz unauffällig. Und plötzlich verändert sich etwas.
Eine Katze kommt näher. Nicht hastig, nicht suchend. Sie geht an Stimmen und ausgestreckten Händen vorbei und setzt sich genau zu einer Person. Still. Selbstverständlich.
Nicht der Mensch hat gewählt. Die Katze hat entschieden.

Viele glauben, Katzen mögen einfach den, der sie füttert. Oder den, der am ruhigsten ist. Doch so einfach ist es nicht. Katzen entscheiden nicht nach Rollen. Sie entscheiden nach Gefühl.

Katzen nehmen Menschen anders wahr. Sie hören weniger auf Worte und achten mehr auf das, was dazwischen liegt. Auf Haltung, auf Präsenz und besonders auf Energie, die wir Menschen ausstrahlen. Wenn wir nichts wollen, nichts fordern, nichts erwarten.

Sie spüren, wer innerlich ruhig ist oder wer genau diese Ruhe gerade braucht.
Wer Raum lässt. Wer Nähe zulässt, ohne sie festzuhalten.

Oft wählen Katzen deshalb genau die leisen Menschen. Die, die einfach da sind. Die nicht drängen. Vielleicht auch jene, die müde sind, traurig oder aus dem Gleichgewicht und es selbst noch gar nicht merken.

Als Katzennanny erlebe ich das immer wieder.
Katzen gehen nicht zur lautesten Person im Raum. Sie gehen zu der, bei der sich ihre eigene Energie entspannen darf.

Und manchmal schnurren sie dann.
Nicht laut. Nicht erklärend.
Einfach da.

Wenn eine Katze sich für DICH entscheidet, ist das kein Zufall.
Es ist ein stilles Vertrauen. Ein leises „Ich fühle mich sicher bei dir“.

Vielleicht ist das das Schönste daran.
Man wird nicht gewählt, weil man perfekt ist, sondern weil man echt ist.

Eure Katzennanny Maria 😺💗