Die leisen Zeichen unserer Katzen
Dieser Blog heute ist entstanden nach einem Anruf, der mir noch länger im Kopf geblieben ist und mir sehr an Herz gegangen ist.
Es fängt oft ganz leise an. So leise, dass man sich selbst dabei ertappt, diesen Gedanken wegzuschieben. „Ach, vielleicht bilde ich mir das nur ein“ und doch bleibt da dieses Gefühl. Dieses leise Wissen, dass sich deine Katze verändert hat, irgendetwas stimmt nicht. Oft kann man es nicht benennen und doch ist es so spürbar.
Vielleicht zieht sie sich zurück, liegt häufiger allein oder meidet ihren Lieblingsplatz. Vielleicht kommt sie nicht mehr wie gewohnt zu dir. Vielleicht frisst sie weniger, oder sie frisst noch, aber ohne diese Selbstverständlichkeit, ohne Freude. Und manchmal ist es nur dieser Blick. Ein Blick, der sich einfach anders anfühlt.
Katzen sind Meister darin, stark zu wirken. In freier Natur ist es überlebenswichtig, Schwäche zu verbergen und dieser Instinkt lebt bis heute in ihnen weiter. Schmerzen und Unwohlsein zeigen sie oft erst sehr, sehr spät. Genau das macht es für uns so schwierig, rechtzeitig zu erkennen, dass etwas nicht stimmt.
Denn Krankheit kündigt sich bei Katzen selten laut an. Sie schleicht sich leise ein und zeigt sich in kleinen, oft widersprüchlichen Veränderungen. Der Schlaf wird mehr oder weniger, ohne ersichtlichen Grund. Die Fellpflege verändert sich, das Fell wirkt stumpfer oder ungepflegt. Auch der Gang zur Katzentoilette kann sich verändern.
Katzen können plötzlich fauchen, kratzen oder abwehrend reagieren, scheinbar ohne Grund. Berührungen, die früher angenehm waren, werden gemieden oder lösen Aggression aus. Das ist kein „böses Verhalten“, sondern oft ein Zeichen von Schmerz, Überforderung oder innerer Unruhe. Katzen können es oft nur so zeigen.
Und dann ist es da, dieses Gefühl. Wir kennen es alle, wenn unsere Katzen krank sind. Eine Mischung aus Sorge, Hilflosigkeit und dem Wunsch, alles richtig zu machen. Man beginnt zu googeln, beobachtet jede Bewegung, zweifelt an sich selbst. Übertreibe ich? Mache ich alles richtig? Wie lange soll ich beobachten, warten?
Doch dieses Gefühl trügt selten. Wenn du merkst, dass deine Katze nicht mehr ganz sie selbst ist, darfst du diesem, Gefühl vertrauen. Du kennst sie und ihren Alltag. Deshalb ist es sinnvoll, Veränderungen ernst zu nehmen und sie bei Unsicherheit sofort tierärztlich abklären zu lassen. Lieber einmal mehr nachschauen lassen, als zu lange zu warten. Nach der tierärztlichen Abklärung geht es nicht darum, alles sofort zu verstehen, sondern unsere Fellnasen liebevoll zu begleiten, aufmerksam zu bleiben und für sie da zu sein.
„LIEBE beginnt dort, wo wir ihre Stille verstehen.“
Eure Katzennanny Maria



